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Österreich, das andere Land der KI?


Im europäischen Tech-Ökosystem gewinnt Österreich zunehmend die Gunst von Unternehmern und Talenten im Bereich künstliche Intelligenz. Zu den Stärken zählen mehr als 50 Forschungseinrichtungen und Universitäten. Aber das ist noch nicht alles!


Mit über 50 Universitäten und Forschungseinrichtungen, fast 300 Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz - eine Steigerung um 10 % in diesem Jahr -, der Präsenz von rund 30 internationalen KI-Akteuren, internationalen Veranstaltungen wie ViennaUP' und einem öffentlichen Programm "AI Mission Austria": Viele Zeichen deuten darauf hin, dass Österreich rasch ein florierendes KI-Ökosystem entwickelt.


Besonderheit: Dieses österreichische KI-Ökosystem entwickelt sich besonders im Bereich Industrie 4.0 (predictive maintenance, industrielle Robotik, etc.), mit einem Fokus auf KI-Anwendungen in den Bereichen Konzeption, Produktion und Fertigung. Aber viele andere Aspekte des KI-Marktes sind ebenfalls durch die Startups in Wien und Umgebung vertreten.


Ein Talentpool, der für Startups förderlich ist


"Dank seines hohen Lebensstandards, der niedrigen Lebenshaltungskosten und seines Talentpools ist Österreich bei internationalen Unternehmern und Talenten beliebt geworden", sagt Clemens Wasner, Gründer des Startups enliteAI und Mitbegründer des Think Tanks AI Austria. "Im Vergleich zu einigen großen amerikanischen Städten ist das österreichische KI-Ökosystem zwar relativ klein, basiert aber auf einer sehr starken Gemeinschaft, die gut mit Europa und den USA vernetzt ist", erklärt Ben James, CEO des Startups Atlas, das eine generative 3D-KI-Technologie für die Entwicklung von Videospielen entwickelt.


Aber das ist nicht alles: Das Land hat viele weitere Vorteile. "Österreich bietet ein solides Finanz- und Steuerökosystem für Startups mit öffentlichen Zuschüssen, reduzierter Körperschaftssteuer und vereinfachten Gründungsprozessen", fügt Clemens Wasner hinzu.


Begleitung und öffentliche Fördermittel


Zu den verfügbaren Maßnahmen für internationale Unternehmer gehören unter anderem ein kürzlich eingeführtes "Startup Package", mit dem Startups das Wiener Tech-Ökosystem erkunden können, sowie der Status "FlexCo", der die Verteilung von Stock Options an Mitarbeiter erleichtert.


Für internationale Unternehmer fungiert die ABA (Austrian Business Agency) mit ihrem Angebot an Begleitung und kostenlosen Dienstleistungen als Einstiegspunkt in den österreichischen Markt, der auch als Sprungbrett für die Etablierung in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) dienen kann.


Das sind alles Argumente, die bei Unternehmern gut ankommen. "Bei der Gründung des Unternehmens haben wir andere Lösungen in den USA in Betracht gezogen, aber wir haben festgestellt, dass die Unterstützung für Forschung und Entwicklung hier - insbesondere die Zuschüsse - es uns ermöglichen würde, eine innovativere Technologie zu entwickeln als Modelle, die auf Risikokapital basieren", sagt zum Beispiel Ben James.


Im Zentrum einer europäischen Dynamik


"Mit unserer wachsenden Größe haben wir festgestellt, dass die zentrale und gut vernetzte Dimension dieses Ökosystems für unsere Expansion in Europa, den USA und Asien von großem Vorteil ist", fügt der Gründer von Atlas hinzu.


Auch wenn sein Startup nicht mit den Gehältern seiner amerikanischen Konkurrenten konkurrieren kann, gelingt es ihm, Talente aus der ganzen Welt anzuziehen, dank einer besseren Lebensqualität. "Wir haben auch festgestellt, dass es viele (oft übersehene) Talente in Osteuropa gibt, was uns geholfen hat, ein sehr vielfältiges Team zu rekrutieren."


Das österreichische Ökosystem ist vollständig in eine europäische Dynamik eingebettet, wie Chloé Plédel vom Hub France IA erklärt: "Österreich ist ein Schlüsselpartner. Der Hub France IA arbeitet eng mit AI Austria und der ABA zusammen, um Möglichkeiten für französische KI-Akteure zu schaffen, die ihren Markt auf ein anderes EU-Land ausweiten möchten."


Die ABA und der Hub France IA veranstalten im Januar 2024 übrigens ein gemeinsames Webinar, an dem Verena Gruber, die Ansprechpartnerin für französische Unternehmer in der Agentur, teilnimmt.


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